Spielmanipulation: Bundesregierung reicht Gesetz ein

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Auch wenn der Fall Hoyzer bereits einige Jahre her ist und spätestens seitdem das Thema Spielmanipulation und Wettbetrug in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist, ist Spielmanipulation in Deutschland von Gesetzes her immer noch kein Straftatbestand gewesen. Spieler, Funktionäre oder Verantwortliche, die Geld von Wettbetrügern angenommen haben, konnten somit bisher nicht zu verdienten Strafen verurteilt werden.

Das wird sich nun aber zeitnah ändern. Denn wie er Spiegel berichtet, hat die Bundesregierung ein neues Gesetzesentwurf vorgelegt, der diesen Missstand nun behebt. Sobald das neue Gesetz in Kraft tritt, können Straftäter laut diesem nun für bis zu fünf Jahre ins Gefängnis wandern. Der neue Gesetzentwurf soll in Kürze zur juristischen Prüfung an verschiedene Ministerien verteilt werden, bevor dieser dann dem Bundeskabinett vorgelegt werden soll. Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer beschäftigen sich bereits am 17. März mit einer ähnlichen Thematik, denn dann geht es um die Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags. Der Europäische Gerichtshof hatte am 4. Februar zum wiederholten Mal bestätigt, dass viele zentrale Bestandteile der deutschen Sportwetten-Regulierung nicht mit dem Europarecht vereinbar sind.

Bis zu 5 Jahre Haft für Wettbetrüger

Das Gesetz gegen Spielmanipulation und Wettbetrug beinhaltet zwei neue Straftatbestände: Die Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben sowie den Sportwettbetrug. Mit dem neuen Wettbetrugsgesetz sollen Wettbetrügern und Manipulatoren von Sportveranstaltungen Freiheitsstrafen mit bis zu fünf Jahren bestraft werden können. Verurteilt werden können alle, die Geld oder anderweitige Vorteile für die Manipulation von Sportveranstaltungen annehmen. Dabei ist es egal, ob es sich dabei um Sportler oder Trainer handelt. Auch wird nicht zwischen Berufs- oder Amateursportler unterschieden. Es ist also egal, ob ein Bundesliga- oder Europapokalspiel im Fußball manipuliert wird oder ein Kreisligaspiel im Tischtennis. Zudem will die Bundesregierung eine nationale Plattform einrichten, auf der Clubs und Funktionäre, Wettanbieter und Behörden Informationen austauschen und gemeinsam gegen Spielmanipulation vorgehen können.

Auch der Deutsche Sportwettenverband, kurz DSWV, kämpft seit seiner Gründung im Herbst 2014 gegen Spielmanipulationen und das daraus resultierende, negative Image für Sportwettenanbieter. Hierbei der DSWV ist aber nicht der Meinung, dass Spielmanipulationen durch Live-und Ereigniswetten besonders begünstigt werde.

Mathias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbands (DSWV) sagt zu dieser Thematik: „Da die Buchmacher neben dem Sport die Geschädigten von Match Fixing sind, wollen wir den Kampf gegen Spielmanipulation gemeinsam mit dem Sport und den Behörden vorantreiben. Sinnvolle Maßnahmen müssen aber dort ansetzen, wo tatsächliche Gefahren bestehen. Mit unpassenden Beschränkungen der Live-und Ereigniswetten werden lediglich staatlich lizenzierte Angebote abgewürgt, während der Schwarzmarkt boomt.“

Da die europäischen Wettanbieter bereits aus eigenem Interesse und zum Verhindern von finanziellen Schäden ein umfangreiches Risikomanagement betreiben, hält der DSWV einen regulierten Sportwettenmarkt in Europa als Grundvoraussetzung für einen wirksamen Kampf gegen Spielmanipulationen und Wettbetrug: „Im Gegensatz zu den intransparenten asiatischen Wettmärkten, auf denen gigantische Summen verschoben werden, begrenzen europäisch regulierte Wettanbieter die Einzahlungen und betreiben ein umfassendes Risikomanagement. Bei unregelmäßigen Marktbewegungen und Quotenverläufen prüfen wir, ob eine Spielmanipulation vorliegen könnte. Sollte sich der Verdacht erhärten, melden wir dies an die zuständigen Verbände und Behörden.“

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